In Prison…

8 09 2010
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Dienstag 07. September 2010

Wieder einmal rüttelte uns der Wecker um 7.00 Uhr morgens wach. Dieses Mal war jedoch nicht ein Städtewechsel der Grund für das frühe Aufstehen. Um 9.10 Uhr sollte unser Boot vom Pier 33 nach Alcatraz ablegen. Um kurz vor acht verließen wir das Hotel Richtung Chestnut Street, um dort die Buslinie 30 zum Fisherman´s Wharf zu nehmen. Dort angekommen stiegen wir in einer der historischen Straßenbahnwagen der Linie F ein, die uns zum Pier brachte. Da wir noch nichts gefrühstückt hatten, besorgte ich mir ein Ham-Swiss-Sandwich direkt am Pier. Mona gefiel die Auswahl des Cafés nicht und hoffte auf ein besseres Angebot auf dem Schiff.

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Bevor wir auf das selbige durften, mussten wir bei frischen Temperaturen (bislang der kälteste Tag in unserem Urlaub) in einer langen Schlange vor der Gangway anstehen. Jeder Passagier wurde vor einer Greenbox fotografiert. Die entwickelten Bilder konnte man dann bei Wiederankunft käuflich erwerben. Das Schiff legte pünktlich ab. Die Überfahrt nach Alcatraz dauerte ca. 15 Minuten. Genug Zeit für Mona, sich ein vegetarisches Sandwich zu kaufen. Da auf der Insel das Verspeisen von Lebensmittel verboten ist, frühstückten wir noch auf dem Schiff.

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Auf der Gefängnisinsel angekommen, durften wir zunächst nicht zum Cellhouse hoch. Eine ältere Parkrangerin war damit beschäftigt, uns die wichtigsten Details und Regeln für und über diese Insel zu erzählen. Als dann der äußerst wichtig aussehende Ranger den Weg zum Rest der Insel freimachte, zog es uns erst mal in das Piergebäude, in dem ein Film über die Geschichte von Alcatraz zu sehen war. Von dort aus ging es durch die Ausstellung nach draußen und hoch hinaus zum Cellhouse. Oben angekommen durften wir uns wieder in eine Schlange einreihen. Der ehemalige Waschraum wurde teilweise zur Wartehalle umfunktioniert. Am Ausgang wird dann – wer möchte – jeder mit der im Ticketpreis enthaltenen Audiotour ausgestattet (auch in Deutsch). Diese ist jedem zu empfehlen. Ehemalige Insassen und Wärter berichten über den Alltag auf „The Rock“. Durch Hintergrundgeräusche bekommt man ein sehr beklemmendes Gefühl und annähernd ein Gespür für das Leben in diesen Gebäuden. Die Tour beginnt im Gefängnistrakt und führt durch die restlichen Räume wie Bücherei, Isolierzellen, Kontroll- und Verwaltungsräume und dem Speisesaal, wo die Audiotour auch endet.

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Anschließend sind wir noch einmal um die Insel gelaufen und haben uns die restlichen Gebäude auf Alcatraz sowie die Gartenanlagen angesehen, bevor wir schließlich zurück zum Pier hinabstiegen. Wir waren aber froh, die frühe Tour (Early Bird) gebucht zu haben. Als wir die Insel verließen, waren die Gebäude und auch der Rest der Insel sehr gut gefüllt. Fotoschießen ohne andere Personen auf dem Bild zu haben war nahezu unmöglich geworden. Gegen 12.15 Uhr hatten wir dann wieder Festland unter den Füßen. Unterwegs hatten wir uns mit der Hilfe von heißer Schokolade etwas aufgewärmt. Auf der Insel zog es doch sehr.

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Als nächstes wollten wir zur Market Street, um ein wenig bummeln zu gehen. Erneut stiegen wir in Straßenbahnlinie F ein. Bei Abercrombie & Fitch fanden wir zwar einige schöne Sachen, entschieden uns aber noch ein paar Tage mit dem Kauf zu warten. Auf der Fahrt nach Oakhurst kommen wir nämlich noch an einem Outlet von A&F vorbei. Weiter ging es in das Shoppingcenter, in dem sich auch der A&F Laden befindet. Die restlichen dort ansässigen Shops weckten jedoch nicht unser Interesse. Im Keller des Centers befindet sich ein Foodcourt mit über zehn verschiedenen Restaurants. Hier nahmen wir unser Mittagessen ein.

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Zu Fuß ging es weiter über die Market Street und dann über den Unionsquare Richtung Chinatown. Wenn man Chinatown durch das chinesische Tor betritt lässt man den amerikanischen Teil von San Francisco hinter sich zurück. Die Häuser, die Menschen, die Sprache, ja selbst die Straßenbeleuchtungen werden chinesifiziert. Die Straßennahmen werden in zwei Sprachen angezeigt. Um englischsprachige Werbetafeln zu finden, muss man schon sehr genau hinschauen.

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Von Chinatown fuhren wir dann mit DEM Verkehrsmittel San Franciscos überhaupt, dem Cable Car. Wir fuhren extra bis zur Endstation (nähe Fisherman´s Wharf), um den Genuss möglichst weit in die Länge zu ziehen. Das eigentliche Ziel war der Coittower auf dem Telegraph-Hill, von dem man einen richtig guten Blick über San Francisco hat.
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Das Wetter hatte sich ein bisschen gebessert und auch die Sonne ließ sich mittlerweile blicken. Leider mussten wir eine Dreiviertelstunde warten, um endlich mit der Buslinie 39 zum Telegraph-Hill hinauffahren zu können. Den steilen und anstrengenden Aufstieg wollten wir dann doch nicht zu Fuß zurücklegen. Der Blick vom Tower war der Wahnsinn. Leider hingen schon wieder einige Wolken über San Francisco, weshalb der Blick auf die Golden Gate Bridge etwas verdeckt war.

Vom Coit-Tower fuhren wir dann mit einem großen Schlenker über die Market Street und dem Civic Center (Cityhall, Courthouse und Federal Buildings) zurück zum Hotel. Die letzten Meter legten wir zu Fuß über die Union Street zurück, auf der sich viele kleine Shops und Boutiquen befinden. Erst mal Füße hochlegen und ausruhen bis zum nächsten Tag.

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