Grooooooße Bäume
12 09 2010Eigentlich wollten wir den heutigen Tag etwas langsamer angehen und hatten uns deshalb auch keinen Wecker gestellt. Leider meinte unser Zimmer-Nachbar eine Etage über uns bereits um 6.45 Uhr aufzustehen zu müssen und uns diesen Umstand mit lautstarkem Gepolter mitzuteilen. Wir blieben aber dennoch bis 8.30 liegen. Während ich mich nochmal umdrehte surfte Mona ein bisschen im Netz. Anschließend machten wir uns für das Frühstück fertig und gingen runter. Zum Frühstück gab es genau die gleiche Auswahl, wie gestern. Ein kleines Highlight war Monas Entdeckung der „versteckten“ Erdbeermarmelade.
Auf der heutigen Tagesordnung stand eine Fahrt mit der Yosemite Mountain Sugar Pine Railroad, einer alten Dampflok betriebenen Eisenbahn, die durch die Sierra Nevada fährt. Danach wollten wir die Mammutbäume in der Mariposa Grove im Yosemite National Park besuchen. Aber Eins nach dem Anderen. Als wir an der Station der Sugar Pine Railroad ankamen, hatten wir noch über eine Stunde zur freien Verfügung, ehe sich die Dampflok in Bewegung setzen sollte. Die Zeit nutzten wir, um uns die bereitstehende Dampflok, die nähere Umgebung und den Giftshop anzuschauen bevor wir unsere Fahrkarten holten. Die Wartezeit verging recht schnell und so schallte es „all aboard“ um punkt 11 Uhr durch die kleine Lichtung. Da wir noch auf einige verspätete Mitfahrer warten mussten, setzte sich der Zug mit lautem Pfeifen mit leichter Verzögerung in Gang. Die Fahrt an sich verlief gemütlich durch die Sierra Nevada. Ein netter gemütliche aussehnder vollbärtiger Schaffner erklärte währenddessen die Arbeit der ehemaligen Sugar Pine Lumber Company und die Geschichte der Railroad. Leider waren die Lautspreche ein wenig zu laut eingestellt, sodass man von der Dauerbeschallung schnell Kopfschmerzen bekam. Auch die Aussicht von der Strecke hielt sich, bis auf wenige Ausnahmen, in Grenzen. Auf halber Strecke legten wir einen 20 minütigen Stopp ein, um den anscheinend endlos großen Wassertank der Dampflok aufzufüllen. Nach einer kleinen Schleife ging es nach der Rast auf der gleichen Strecke wieder zurück. Die reine Fahrtzeit betrug ca. 40 Minuten. Wir hatten uns ein wenig mehr von der Fahrt versprochen. Völlig öde fanden wir es aber auch nicht. Wann fährt man schon mal mit einer Dampflok durch die Sierra?! Von der Sugar Pine Railroad, die sich außerhalb des Parks befindet, ging es dann weiter zur zweiten Station unseres Tages. Der Mammutbaum-Hain in der Mariposa Grove. Die größte Ansammlung der Riesenbäume im Yosemite National Park liegt nur 3 Meilen vom Südeingang entfernt. Nach 20 Minuten Fahrt hatten wir diesen auch erreicht, wo wir erstaunt feststellen mussten, dass die Zugangsstraße zur Mariposa Grove gesperrt war. Zum Glück fanden wir noch eine freie Lücke auf dem kleinen, direkt hinter dem Südeingang liegenden Parkplatz. Auf kurze Nachfrage erfuhren wir von einem weiblichen Parkranger, dass zwischen unserem Parkplatz und der Grove ca. alle 20 Minuten ein Shuttlebus verkehrt. Den letzten hatten wir um ein paar Minuten verpasst, sodass wir eine knappe Viertelstunde warten mussten. Die Kurvenreiche Fahrt mit dem Shuttle erinnerte mehr an eine Schiffsfahrt, so sehr schaukelte das Vehikel um die Kehren. Die „Überfahrt“ dauerte 5 Minuten. Nach kurzer Orientierung und einer kleinen Karte bewaffnet, machten wir uns zu Fuß auf, die Grove zu erkunden. Unser erstes Ziel war der Fallen Monarch, einem Mammutbaum, der samt Wurzel umgefallen ist. Auf Schusters Rappen liefen wir weiter zum Grizzly Gaint, vorbei an der Baumgruppe, die „Bachelor & Three Graces“ genannt wird. Der Weg zum Grizzly Gaint – einer der größten Bäume in der Grove – führt schon ein ganz schönes Stück bergauf. Mit genug Fotos eingedeckt und motiviert, wollten wir nun auch den Rest des Hains sehen und begangen den Weg hoch zum Museum, das sich 180m über dem Grizzly Giant befindet. Es ging also steil bergauf. Nach gut einer Stunde Aufstieg kamen wir an der kleinen Blockhütte an. Das Museum hatte aber wenig zu bieten. Da wir uns den weiteren Aufstieg zum Fallen Wawona Tunnel Tree sparen wollten, entschieden wir uns für den Abstieg. Allerdings wählten wir dafür eine andere Route.
Der Abstieg schafften wir in einer halben Stunde, machten aber immer mal wieder Pause, um Fotos zu schießen, oder die Gelenke auszuruhen.
An der „Talstation“ angekommen, stand auch schon der Shuttle bereit, in den wir prompt einstiegen. Die Rückfahrt hatte noch mehr Seegang als die Hinfahrt. Mona wurde sogar Seekrank, was sich erst wieder in Oakhurst beruhigen sollte. Dort angekommen steuerten wir das erste Mal in diesem Urlaub McDonalds an, um dort Burger zu essen. Den Rest des Abends verbrachten wir im Hotel und entspannten uns in den beiden Pools.
Mehr Bilder gibt es in der Fotogalerie unter „Yosemite“







Tolle Berichte, nur weiter so!
Freue mich täglich drauf!
Gruß Barbara