Horrornacht
21 09 2010Die letzte Nacht war der wahre Horror. Wir dachten schon unsere Nachbarn in Oakhurst waren schlimm gewesen, doch die heutige Nacht toppte alles. Gegen 3 Uhr morgens bezogen Personen das über uns liegende Zimmer und anstelle sich sofort ins Bett zu begeben, brauchten sie über 1 ½ Stunden, um endlich wieder Ruhe zu geben. Unterhaltungen nahmen wir nicht wahr. Dafür jeden einzelnen Schritt und die Dusche natürlich (um 4 Uhr!). Ich blieb nur ruhig mit dem Wissen, dass wir am Montag bereits das Hotel wechseln würden.Um 8 Uhr war für mich allerdings endgültig die Nacht vorbei. Dieses Mal jedoch freiwillig. Ich konnte mir einfach nicht das Derby Gelsenkirchen gegen meinen BVB entgehen lassen. Auf espn.com wurde das Spiel übertragen. Im Laufe der ersten Halbzeit wurde Mona dann auch langsam wach und wir entschlossen uns, in der Halbzeit frühstücken zu gehen. Zwar hatten wir wieder ein Nischenfrühstück, das in einer kleinen Ecke der Rezeption aufgebaut wurde, war aber dieses Mal wesentlich umfangreicher und verdiente schon fast das Wort Frühstück. Gestärkt für die zweite Halbzeit gingen wir zurück aufs Zimmer. Der 3:1 Erfolg des BVB machte den Start des Tages natürlich perfekt.
Vom Hotel aus gingen wir die 3 Minuten zu Fuß zur U-Bahn Haltestelle. Mit zwei Tagespässen ausgestattet (6 Dollar pro Person) fuhren wir bis zur Union Station. Von dort aus wollten wir uns Downtown L.A. anschauen. Die Union Station an sich ist schon einen Besuch wert. Zwar ist sie nicht so groß und schön wie die Grand Central in New York, hat aber durchaus ihren Scharm. Direkt gegenüber der Union Station befindet sich das Pueblo LA (abgekürzt). Die restaurierte Altstadt von LA stammt teilweise noch aus der Gründerzeit. Zu unserer Überraschung fand genau an diesem Wochenende eine Art Volksfest statt. Mit zahlreichen Ständen warben die verschiedensten Firmen für sich und gaben viele Kostproben an die Mengen weiter. Anstehen war allerdings Pflicht. Vom Pueblo liefen wir weiter, vorbei an der City Hall, dem Civic Center und der Wald Disney Concert Hall. An der Letztrigen drehten wir uns in Richtung Financial District. Von der Metro Central fuhren wir in einem Stück durch bis zur Universal City. Dieser Ort ist eigentlich nichts anderes, als die Zentrale der großen Film- und Musikproduktionsfirma Universal, dem der Universal Studios Themenpark und der Universal Citywalk angegliedert ist. Letzterer war unser Ziel. Von der U-Bahn Haltestelle fuhr ein kostenloser Shuttle direkt vor die Tore des Universal Citywalks. Dieser besteht aus vielen Geschäften und Restaurants, die bunt und mit viel Fantasie gestaltet und angeordnet sind. Ebenfalls ansässig ist ein Hard Rock Café, in dem wir Mittag aßen. Das Essen war preiswert und sehhhhhr lecker. Mona bestellte sich die Chicken Fajitas und ich nahm den 10 Oz. Burger. Nach unserem gut 1 ½ stündigen Bummel ging es mit vollem Bauch wieder Richtung U-Bahn zurück. Nur eine Haltestelle entfernt ist der legendäre Hollywood Boulevard mit seinen Sternen, dem Kodak Theatre, in dem jährlich die Oscar-Verleihungen stattfinden und Grauman’s Chinese Theatre mit seinen Fuß- und Handabdrücken. Leider kamen wir nicht dazu, die in Beton gedrückten Promihände zu sehen. Die halbe Straße und zu unserem Leidwesen auch das Theatre waren komplett abgesperrt, da dort am heutigen Tage die Premiere des neuen Animationsfilms „Legendes of Guardians“ stattfand. Über den Roten Teppich liefen uns unbekannte Stars. Lediglich Sam Neil konnte ich erkennen. Nachdem wir uns das ansässige Hard Rock Café, das Grauman’s Egyptian Theatre und unzählige Sterne angesehen hatten, fuhren wir wieder mit der U-Bahn nach „Hause“. Von dort ging es nach einer kleinen Erholungspause mit dem Auto mal wieder zum Yogurtland um unser „Abendbrot“ zu essen. Zum Abschluss des Tages drehten wir noch eine abendliche Runde über den Sunset und Hollywood Boulevard.





Schön,endlich mal wieder Bilder!!