Grand Canyon

25 09 2010

Donnerstag, 23. September 2010

Eigentlich wollten wir heute früh aufstehen und zum Grand Canyon fahren. Das Letztere haben wir dann auch gemacht. Nur mit dem früh aufstehen wurde leider nix. Gegen 2 Uhr nachts meinten unsere Zimmernachbarn eine Privatdisko aufzumachen und spielten ewig lang laut Musik. Erst mein Anruf beim Frontdesk, die daraufhin die Security schickten, beendete die Party. Wir lagen allerdings eine ganze Zeit lang wach im Bett, sodass wir den Wecker auf eine etwas spätere Uhrzeit stellten.

Um halb zehn waren wir dann aber trotzdem wach und entschieden uns, sofort aufzubrechen. Die kleine Tasche – wir bleiben ja nur eine Nacht – hatten wir schon am Vorabend gepackt. Gegen 10.15 Uhr brachen wir Richtung Grand Canyon auf. Der Weg führte Richtung Süden aus der Stadt und schlug dann nach Osten um, vorbei am Mc Carran Flughafen.

Kurz vorm Hooverdam steckten wir dann allerdings fest. In dieser Region wird die Autobahn weitläufig erneuert, sodass in jeder Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stand. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis wir endlich über den Betonkoloss rollten. Danach ging es über viele Meilen nur mit reduzierter Geschwindigkeit weiter. Nach gut einem Viertel der Strecke (insgesamt 437 km) ging es dann endlich im Normaltempo weiter.

Auf halbem Weg musste ich dann wieder Tanken und so nutzten wir das Örtchen Kingman gleichzeitig auch als Station für unsere Mittagspause. Bei Pizza Hut bestellten wir uns zwei Nudelgerichte, mussten aber über 20 Minuten warten. Dafür waren die Nudeln frisch und lecker.

Nach einer ¾ Stunde rollten die Räder dann endlich wieder. Mona nutzte die unspektakuläre Fahrt dafür, etwas Schlaf nachzuholen. Ich verzichtete ;-). Kurz vor dem Ziel entschlossen wir uns aufgrund der Uhrzeit (16.15 Uhr) direkt zum Grand Canyon zu fahren und später erst einzuchecken. Wir parkten auf dem Parkplatz am Visitorcenter und fuhren mit dem kostenlosen Shuttle ins Village. Dort nahmen wir erst mal einen kleinen Snack ein, bevor wir mit dem Shuttle weiter zum Yavapai Aussichtspunkt fuhren.

Am Rande des Abgrundes spazierten wir ein wenig in westlicher Richtung. Die Stille am Rand dieser beeindruckenden Kulisse wirkt sehr seltsam. Die Landschaft sieht aus wie ein riesengroßes Gemälde. Wahrscheinlich muss man ein Mal hinabgestiegen sein, um ein richtiges Gespür für die Höhen und Weiten zu bekommen. Wir machten reichlich Gebrauch von der Kamera und suchten uns im Anschluss ein gutes Plätzchen für den Sonnenuntergang.

Nach und nach füllte sich der Rand mit Touristen. Manche schleppten ganze Kameraausrüstungen mit. Die meisten beließen es aber wie wir bei einer kleinen Kamera. Der Untergang war sehr schön und färbte den Canyon ein wenig rötlich ein. Mit abnehmender Sonne nahm aber sehr schnell die Kälte zu, weshalb wir recht zügig den Rückweg antraten. Mit dem Shuttle ging es zurück zum Parkplatz und von dort mit dem Auto in das zehn Minuten entfernte Tusayan. Die Red Feather Lodge war für eine Nacht unsere Bleibe. Ein ganz schöner Rückschritt im Vergleich zu unserem Hotel in Las Vegas. Das Zimmer war jedoch sauber und geräumig und nach der letzten Nacht hätten wir wahrscheinlich sogar auf dem Fußboden übernachten können. Hauptsache ruhig.



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