Von Sitzplatzreservierungen und Stehplätzen

31 08 2010
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Heute war endlich der große Tag der Abreise da. Für mich war die Nacht bereits um 4:50 Uhr zu Ende. Vor lauter Aufregung konnte ich einfach nicht mehr schlafen. Mona musste ich hingegen um 7:30 Uhr aus dem Bett schmeißen. Pünktlich (wer hätte was anderes erwartet) um 9:15 Uhr stand mein Vater vor der Haustür, um uns nach Düsseldorf zu fahren. So reibungslos wie die Anfahrt sollte nicht alles funktionieren. Am Flughafen angekommen orientierten wir uns gleich in Richtung Airberlin-Schalter, um uns für den Check Inn anzustellen. Zielsicher steuerten wir einen der zahlreichen Boxen mit der Überschrift „International“ an. Als wir unsere Destination mitteilten, wurden wir allerdings eines besseren belehrt. New York scheint neuerdings kein „International“-Flug zu sein. Air Berlin hält für die Nordamerika-Flüge spezielle Check Inn Schalter bereit. Hätte man sicherlich wissen können. Also: Koffer schnappen und weiter.

Schon aus einiger Entfernung baute sich vor uns eine Wand aus wartenden Reisenden auf. Da der Schalter – jetzt war es aber der richtige – erst ca. 3 Stunden vor dem Abflug aufmachte, mussten wir uns wohl oder übel in die Schlange einreihen. Überraschender Weise begannen die netten Damen vom Check Inn bereits eine Viertelstunde eher, als angekündigt. Die Reihe von Koffer-hinter-ich-herziehenden Personen schlängelte sich in die Wartereihen, die man auch von Attraktionen in Freizeitparks kennt. Die Bänder, die die einzelnen Schlangen verbanden schienen jedoch ihre besten Tage gehabt zu haben und lösten sich immer wieder von Geisterhand, weshalb eine Air Berlin-Dame mit erst einmal mit nichts anderem beschäftigt war, als die Absperrungen wieder aufzubauen, die sich, sobald sie ihnen wieder den Rücken zukehrte, unmittelbar wieder lösten. Durch dieses Unterhaltungsprogramm verkürzte sich unsere Wartezeit auf angenehme und belustigende Art und Weise.

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Bevor ich vom Check-Inn erzähle muss ich ein wenig weiter zurückgehen. In den letzten Tagen kam bei uns immer wieder die Frage auf, ob wir nicht Sitzplätze reservieren sollten. Leider war dies, laut Tuifly, für unsere Buchungen nicht möglich. KEIN HINWEIS AUF AIR BERLIN!!

Am Check Inn angekommen, fragte ich nach einem Fensterplatz. Die gute Dame verzog die Miene fragte rhetorisch-entsetzt: “Fensterplätze? Nach New York“. Die Antwort kann sich jeder denken:  Plätze in der Mittelreihe. Auf die Frage warum wir denn keine Sitzplätze reserviert hätten, erklärte ich der Dame hinter dem Tresen den oben genannten Sachverhalt. „Ja, da hätten Sie aber auch bei Air Berlin direkt anrufen können“.  Naja, was soll man dazu noch sagen.

Bis zum Bording passierte dann nichts spannenderes, außer, dass wir unser Gate wechseln mussten, dies allerdings auch erst auf Nachfrage erfuhren. Das Display am Gate hatte nämlich „Fort Meyers“ angezeigt. Da wollten wir ja eigentlich nicht hin.

Mit zehn Minütiger Verspätung begann das Bording, fast. Denn bis ins Flugzeug schafften wir es leider nicht. Da ein Crewmitglied von Wasweißichnichtwo eingeflogen werden musste und das Bording nur starten darf, wenn die Bordbesatzung vollzählig ist, durften wir eine gute halbe Stunde in der Runway stehen bleiben. Da hätte ich doch lieber im Gate gewartet.

Als wir dann doch endlich ins Flugzeug durften, kämpften wir uns in den hinteren Teil der Maschine (Reihe 49, Sitze D und E. Wir hatten auch schon alles verstaut und uns relativ gut eingerichtet, als neben uns ein netter Herr mit zwei Kindern auftauchte, auf unsere zwei Plätze (wir saßen in einer Dreierreihe) zeigte, dann auf die beiden Fensterplätze deutete und letztendlich fragte, ob wir nicht tauschen wollten. Überlegen mussten wir nicht lange uns zogen sofort um, bevor es sich der Herr anders überlegen konnte. So kamen wir letztendlich doch zu unseren Sitzplätzen.

Zum Flug selbst kann man nicht mehr viel sagen. Wir vertrieben uns die Zeit mit Essen (Mittag war sehr lecker, es gab Currychicken und Reis), Lesen, MP3 usw. Das Bordprogramm war sehr schlecht, unsere Stewardess unfreundlich.

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In New York angekommen mussten wir erstmal durch die Bordercontroll. Wieder Stehplätze. Nach 25 Minuten Warten waren wir an der Reihe und durften nacheinander einzeln durch die Kontrollen, Fingerabdrücke abgeben und Foto knipsen lassen inklusive. Die Koffer standen schon vor dem Gepäckband und der Zoll ließ uns ohne weitere Kontrollen durch.  Die Feundlichkeit der Bediensteten hielt sich arg in Grenzen. Am Taxistand durften wir uns an eine ca. 100 m lange Warteschlange anstellen, die aber recht schnell abgearbeitet wurde, sodass wir zügig ein Taxi zugewiesen kamen. Der Taxidispatcher sollte endlich unser Bild von der Servicewüste ändern. Er war nicht nur äußerst freundlich, sondern verteilte sogar Wasser an die wartenden Menschen. Staus und 50 Minuten Fahrt standen noch zwischen uns und unserem Hotelzimmer.

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Das Hotel St. James, 150 m vom Times Square ist eher klein, aber sauber. Die Herren an der Rezeption waren sehr freundlich und gaben uns schnell unseren Zimmerschlüssel. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, erkundeten wir noch die nähere Umgebebung. Wir waren u.a. in der M&M World, die alles in M&M Design anbietet, was es gibt.

Völlig geschafft von der Anreise und der Reizüberflutung lagen beendeten wir unseren ersten Abend und lagen um 21.30 Uhr im Bett.

Hier noch ein paar Eindrücke unserer Erkundungstour:

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