Über den Wolken

3 09 2010
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Donnerstag 02.09.2010

Unseren vorletzten Tag in New York begannen wir mit einem Ausflug zum New York Fire Museum in der Springstreet von Manhattan Downtown.  Von der 42nd Street fuhren wir mit der U-Bahn bis zur Houstonstreet. Unterwegs holten wir uns noch ein Frühstückchen bei einem Deli in der Nähe des Museums. Ein Mozzarella-Sandwich für Mona und einen Egg-Bagel für mich. Am Museum angekommen wurden wir von einem Herrn des NYFD begrüßt. Er erklärte uns kurz den Aufbau des Museums, das in einem ehemaligen Firehouse untergebracht ist. Der Eintritt ins Museum ist freiwillig. Die 7 Dollar für Erwachsene ist lediglich eine Empfehlung. In der Mitte des Eingangsbereiches steht eine große Holztruhe, in die man seinen Obolus reinschmeißen kann.

In der Fahrzeughalle, die sich links vom Eingangsbereich befindet, sind mehrere alte Engines ausgestellt. Ein ehemaliger Firefighter namens Eddie kam auf uns zu und fragte nach unserer Herkunft.  Als wir ihm offenbarten, dass wir aus Deutschland kommen, fing er an vom deutschen Bier zu schwärmen. Er bat uns kurz zu warten, während er einer Mutter und ihrem Sohn ein paar Dinge erklärte und sie in original Uniformen steckte, um sie zu fotografieren. Das Gleiche hatte er

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dann auch mit uns vor. Der Rest der Ausstellung ist sehr interessant. Ein ganzer Raum widmet sich dem 11. September, in dem auch geborgene Werkzeuge des FDNY ausgestellt werden.

Im Treppenraum der Wache hänge hunderte von Ärmelabzeichen. Da wusste ich wieder, was ich vor dem Urlaub noch holen wollte. Habe ich mich geärgert, dass ich keins dabei hatte. Von der Feuerwehr  Essen hing bereits eins. Vom Museum aus ging es mit der U-Bahn Richtung Washington Square, der mit seinem riesigen Triumphbogen den Anfang des Viertels Greenwich markiert. Durch Greenwich gingen wir über die 5th Ave. zum Union Square, wo wir eine kleine Verschnaufpause e einlegten.

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In unmittelbarer Nähe zum Union Square befindet sich das aus Deutschland nach Amerika importierte Vapiano, wo wir dann auch zu Mittag aßen. Da wir in den letzten Tag schon bereits zwei Mal Pizza gegessen hatten, entschieden wir uns beide für Pasta Bolognese. Der Geschmack ist mit dem in Deutschland nicht ganz identisch. Wo der Unterschied genau liegt, kann man aber auch nicht wirklich feststellen. Es schmeckt halt anders. Das Restaurant an sich ist wie die in Deutschland eingerichtet. Der Unterschied liegt aber vor allem darin, dass man hier in New York nicht nach freien Plätzen suchen muss, die gab es nämlich zu Hauf.

 

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Müde vom Essen und der Vormittagstour suchten wir wieder das Hotel auf. Dazu ging es wieder in die New Yorker U-Bahn, eigentlich die perfekte Möglichkeit in New York von A nach B zu kommen, wenn da nicht die saunaartigen Temperaturen in den Stationen wären. Die U-Bahn selbst ist klimatisiert. Zudem sind sehr viele Treppen zu bewältigen. Bei Temperaturen um die 40 Grad keine freudige Körperertüchtigung. Am Times Square besuchten wir noch Toys’R’us, das in seinem dreistöckigen Laden ein großes Riesenrad beherbergt. Der Laden ist ein echter Traum eines jeden Kindes, egal welchen Alters. Mona war vor allem von der Hello Kitty Abteilung hin und weg. Mich zog es mehr in den LEGO-Bereich und dem Teil, der sich mit der Sesamstraße beschäftigt. Danach gings auf gradem Wege ins Hotel.

Gegen 15 Uhr ging es dann zur grünen Lunge New Yorks, dem Central Park. Mit der U-Bahn fuhren wir vom Times Square zum Columbus Circle, der direkt an der Südwestecke des Parks liegt. Geht man ein Stückchen in den Park rein, erhält man einen schönen Blick auf das Plaza Hotel, dass Schauplatz im Film „Kevin allein in New York“ war.

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An Baseball- und Spielplätzen vorbei, über Brücken und durch Tunnel gelangten wir schließlich ins Herz des Parks, der Bethesda Terrace. An dem See („The Lake“) legten wir eine kurze Pause ein, um die Schildkröten beim Baden zu beobachten.

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Von dort aus ging es auf eine riesige Wiese, die als Ruhezone ausgewiesen wurde und auf der bestimmt 10 Fußballspielfelder ohne Probleme Platz gefunden hätten. Auf der Picknickdecke liegend, entspannten wir uns von den Strapazen des Tages. Die Wiese wird aber auch gerne als Frisbee-Feld benutzt. Die Spieler werfen die Scheibe dabei teilweise über 100m weit, auf den Punkt genau. Als die Sonne so langsam hinter den Hochhäusern verschwand, gingen wir zu Fuß zum Hotel zurück, vorbei am noblem Sheraton Hotel, der Carnegie Hall und, wie könnte es anders sein, dem Times Square.

Am späten Abend stand das Empire State Building auf dem Programm, das anlässlich der US-Open (Tennis) komplett in gelb beleuchtet war.

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Eigentlich wollten wir die Strecke mit der U-Bahn zurücklegen. Doch weil wir beide einen Appetit auf Donuts von Dunkin Donuts verspürten, gingen wir zu Fuß, in der Hoffnung einen Laden dieser Kette unterwegs aufzufinden. Leider sollte sich die Suche nicht als erfolgreich herausstellen. Am Empire State Building angekommen, belagerten uns schon die ersten Verkäufer von Observationdeck-Tickets. Überhaupt sind die Wegelagerer, die einem irgendwelche Tickets verkaufen wollen, das mit Abstand Nervigste in New York. Besonders schlimm ist es am Times Square.

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Zurück zum Empire State Building: Der Eingangsbereich ist sehr imposant. Überhaupt ist die Inneneinrichtung des ESB mit der Devise angelegt: „Klotzen statt Kleckern“. Wo man hinsieht, sieht man Marmor. Mit einer Rolltreppe kamen wir in den Kassenbereich. Zuvor mussten wir uns aber in eine Reihe stellen, die zum Securitycheck führte, der, wie schon bei der Freiheitsstatue, dem eines Flughafens ähnelt. Von dort aus ging es in die Schlange vor der Kasse, dann in die Schlange vor dem Drehkreuz, dann in die Schlange vor dem ersten Aufzug in die 80. Etage und letztendlich wieder in eine
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Schlange für den Aufzug in den 86. Stock. Endlich auf der Aussichtsplattform angekommen erkämpften wir uns nach und nach Ausblicke in alle Richtungen. Der Blick vom ESB ist überwältigend und wir machten ordentlich von den Kameras Gebrauch.

Der Rückweg führte wieder über viele Schlangen. Zu Fuß ging es über den Broadway zurück. Auch hier konnten wir wieder keinen Dunkin Donut ausmachen. Dafür liefen wir an mindestens sechs Starbucks vorbei (zwischen dem ESB und unserem Hotel liegen nur 11 Blocks!!). Als Donut- Ersatz mussten dann Oreo-Kekse und ein Twix herhalten. Am Hotel angekommen, waren wir beide froh, endlich die Beine hochlegen zu können. Wieder mal ein anstrengender, aber schöner Tag.



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