Wilder Westen
6 09 2010Die hinzugekommene Zeitumstellung um weitere 3 Stunden machte uns nur wenig zu schaffen und so haben wir relativ gut geschlafen. Da die Temperaturen nachts bis weit unter die 30° gingen, war es um einiges erträglicher, als in New York. In Sacramento durften wir auch das erste Mal ein „Continental Breakfast“ genießen, das im Zimmerpreis inbegriffen war. Der Genuss hielt sich allerdings in Grenzen. Zum Glück haben wir uns im Vorfeld schon auf ein eher dürftiges Frühstück eingestellt, weshalb uns das Angebot auch nicht überraschte. Es hab Tonnen von Rührei, Würstchen, Toast mit drei verschiedenen süßen Brotaufstrichen, Cornflakes und andere mit Milch zu verspeisende Getreideprodukte. Zu Trinken bekam man 2 Sorten Milch, 4 Sorten Saft und 3 Sorten Kaffee, sowie chlorhaltiges Wasser (Widerlich!). Überrascht hatten uns allerdings der Obstsalat, Bananen und verschiedene Joghurtsorten.
Letztendlich gestärkt fuhren wir mit dem Auto in die Innenstadt von Sacramento. Da die Geschäfte -wir wollten zum Westfield Downtown Plaza – erst um 11 Uhr aufmachten, hatten wir noch ein wenig Zeit, um zum Capitol zu spazieren. Sacramento ist eine sehr saubere und grüne Stadt, alle paar Meter steht ein Mülleimer. Auf dem Weg zum Capitol, dem Arbeitsplatz von Arnold Schwarzenegger, liefen wir die Capitolstreet entlang, wo anscheinend reichliche Vorbereitungen für die am nächsten anstehende Laborday-Parade getroffen wurden. Alle 100 Meter wurden Großbildleinwände aufgebaut. Am Capitol angekommen, versperrte uns eine riesige Bühne den freien Blick auf das Regierungsgebäude. Daraufhin gingen wir in den Capitolpark, der u.a. eine Treeroute hat, auf der man über hundert verschiedener Arten von Bäumen betrachten kann. Sogar Orangenbäume wurden im großen und schön angelegten Park gepflanzt. Der Weg zurück zur Einkaufsmall, wo wir auch unser Auto geparkt hatten, führt uns durch die eigentliche Innenstadt von Sacramento und vorbei an der Cityhall. Leider waren wir dann doch zu schnell an der Mall angekommen, sodass wir noch über 20 Minuten warten mussten, bis die ersten Geschäfte aufmachten. Als erstes steuerten wir Macy´s an, das wir ja bereits aus New York kannten. Diese Filiale war aber bei weitem nicht so groß, wie das New Yorker Pendent. Gemütlich besuchten wir noch einige weitere Läden, gekauft haben wir uns außer einer Kleinigkeit für Mona aber nichts. Von der Mall sind es nur ungefähr 200m bis zum eigentlichen Highlight Sacramentos, der Old Town. Diese sich über mehrere Häuserblocks erstreckende Altstadt ist im Stile der Goldrauschzeit wieder aufgebaut bzw. restauriert worden. Zu unserem Glück fand genau am Labordayweekend das Goldrush-Festival statt. Bei diesem Festival wird die ganze Stadt samt Einwohner in das 19. Jahrhundert zurückversetzt. An der Stelle von Autos fuhren Kutschen. Es wurden Saloonüberfälle aufgeführt und die Kavallerie führte ihr Können vor. Zudem spielte an fast jeder Ecke eine kleinen Band oder auch Solokünstler alte Westernmusik. Mona war besonders von der alten Schule begeistert und ließ es sich nicht nehmen, mal selbst in der alten Schulbank Platz zu nehmen. Müde vom vielen Laufen zog es uns aber am frühen Nachmittag zurück zum Motel, wo wir erst mal unsere Füße hochlegten. Anschließend beschlossen wir, der eher miesen Shoppingbilanz aus der Mall etwas entgegen zu setzen und fuhren zum Premium Outlet nach Folsom. Wer schon mal in Roermond im Outletcenter war, wird sich in Folsom gut zu Recht finden. Wir wissen jetzt jedenfalls, woher die Holländer ihr Vorbild genommen haben. Die ca. 80 Shops laden zum Bummeln förmlich ein. Besonders angetan hatte es uns der Tommy Hilfiger laden. Gegen 18 Uhr – die Geschäfte machten geradezu, fuhren wir dann wieder zurück zum Hotel und hatten auch keine Lust mehr, noch etwas anderes zu machen.





